Mit dem heutigen Beitrag sind fast zwei Drittel dieses Monats „vorbei“. Ich bin mit diesem „Jahresprojekt“ immerhin schon weit gekommen. Mal sehen, wie weit ich tatsächlich kommen werde….
Am 20. Oktober 1806 reicht Johanna Schopenhauer der gerade frisch verheirateten Christiane von Goethe mit den folgenden Worten eine Tasse Tee: „Wenn Göthe ihr seinen Namen giebt, können wir ihr wohl eine Tasse Thee geben.“ Man könnte durchaus sagen, dass das die berühmteste Tasse Tee in Weimar ist.
Am 20. Oktober 1917 kommt Stéphane Frédéric Hessel als Stefan Friedrich Kaspar Hessel in Berlin zur Welt. Ab 1924 lebt die Familie in Paris und Hessel wird Franzose. Während der NS-Zeit kämpft er für die Résistance und kommt im Oktober 1944 mit einem Todesurteil ins KZ Buchenwald. Er überlebt, weil er den Namen eines Sterbenden annehmen kann (in seiner Autobiographie „Tanz mit dem Jahrhundert“ schildert er die näheren Umstände). Nach der NS-Zeit wird er ein Diplomat, ein politischer Aktivist, ein Essayist und ein Lyriker. Eine sehr beeindruckende Persönlichkeit!
Am 20. Oktober 1971 erfährt Willy Brandt, dass er den Friedensnobelpreis erhält. Als Begründung wird seine Versöhnungspolitik angeführt, dazu gehört – natürlich – auch der Kniefall in Warschau im Dezember 1970.
Damit wünsche ich Euch einen Abend mit der richtigen Entscheidung und Handlung zur rechten Zeit.