Der heutige Tag bringt ein spannendes Thema mit sich. Am 15. März im Jahr 44 v. Chr. wird Julius Caesar ermordet. Und damit stellt sich die Frage, ob es sich um einen Tyrannenmord handelt oder um ein feiges Attentat oder vielleicht sogar noch um etwas anderes? Diese Frage ist auch nach all den Jahrhunderten noch „offen“. In diesem Videovortrag kann man mehr zu diesem Thema erfahren.
Julius Caesar bleibt allerdings – über seinen Tod hinaus – präsent. Denn in Europa gilt immer noch der von ihm eingeführte „julianische“ Kalender. Am 15. März 1493 kommt Kolumbus nach Spanien zurück, sein Schiff legt im Hafen von Palos an. Palos gibt es zwar immer noch, einen Hafen hat die Stadt allerdings nicht mehr, mit dieser Expedition ist die Stadt aber immer noch verbunden. Kolumbus hat seine Reise übrigens in einem Bordbuch festgehalten. Das Original ist irgendwann verschwunden. Aber Bartolomé de Las Casas (dessen Vater bei der zweiten Reise dabei ist) fertigt glücklicherweise eine Kopie. Einige Jahre später wird Bartolomé de Las Casas sich sehr kritisch über den Umgang der Spanier mit den Ureinwohnern äußern.
Vor einer Gewissensfrage steht auch Charles II (in deutscher Sprache meist als Karl II von England bezeichnet). Einen Teil der Geschichte kenne ich aus dem dritten Band der „Drei Musketiere“, also dem Der Vicomte von Bragelonne. Es ist spannend zu sehen, wie sehr Alexandre Dumas die Geschichte in seinen Roman eingewoben hat (manches habe ich beim Lesen – es ist noch gar nicht so lange her – überprüft). Charles II jedenfalls hat ein geheimes Abkommen mit seinem Cousin Ludwig XIV. Charles bekommt von Ludwig einen jährlichen Geldbetrag, wenn er sich zum katholischen Glauben bekennt. Das ist allerdings ein Problem, denn der katholische Glaube ist zu dem Zeitpunkt in England verboten. Charles gibt am 15. März 1672 eine Erklärung zur Glaubensfreiheit ab, allerdings trägt das Parlament diese nicht mit. Nach nur einem Jahr wird die Erklärung daher zurückgenommen.
Ein ständiges Auf und Ab, oder? Dazu passt gut, dass Jesse Reno am 15. März ein Patent auf den ersten Vorläufer der Rolltreppe bekommt. Schon eine interessante Geschichte.
Am 15. März 1907 dürfen in Finnland Frauen nicht nur wählen, sie dürfen auch gewählt werden. 19 Frauen schaffen den Einzug in das finnische Parlament.
Dazu passt, dass das Musical „My fair Lady“ nach „Pygmalion“ von Geroge Bernard Shaw am 15. uraufgeführt wird.
Am 15. März 1851 wird Carolina Michaëlis de Vasconcelos als Karoline Michaelis in Berlin geboren. Sie studiert spanische und portugiesische Literaturwissenschaft und wird 1911 in Portugal als erste Frau in der Romanistik und Germanistik als Professorin auf einen Lehrstuhl berufen.
Damit wünsche ich Euch einen vergnügten Abend.