2. Juli

Nach einem langen Tag (mit S-Bahn-Ausfall) bin ich ziemlich müde, aber für einen kurzen Beitrag „reicht“ es noch. Hoffe ich zumindest.

Am 2. Juli 1266 schließen Schottland und Norwegen in der schottischen Stadt Perth Frieden. Wenig überraschend heißt dieser Frieden „Frieden von Perth“. Norwegen und Schottland teilen darin die westschottischen Inseln unter sich auf: Orkney und die Shetland-Inseln bleiben unter norwegischer Herrschaft, die Hebriden und die Isle of Man tritt Norwegen an Schottland ab. Zusätzlich soll Schottland an Norwegen eine jährliche Zahlung leisten…..

Das hier habe ich heute eher zufällig gelesen: Am 2. Juli 1796 kommt Michael Thonet in Boppard zur Welt. Nach einer Tischlerlehre macht er sich 1819 als Bau- und Möbeltischler selbständig. Schon zu dieser Zeit ist er für die Qualität seiner Möbel bekannt. Leider gerät sein Unternehmen in eine finanzielle Krise, sein Eigentum wird versteigert und er zieht mit seiner Familie nach Wien. Dort macht er sich nach einiger Zeit erneut selbständig und entwickelt die berühten Thonet-Stühle.

Am 1. Juli 1877 tritt in Deutschland das erste Reichspatentgesetz in Kraft (ja, ich weiß, dass heute nicht der 1. Juli ist), am selben Tag reicht Johannes Zeltner einen Antrag auf Erteilung eines Patents ein. Weil der 1. Juli 1877 ein Sonntag ist, wird der 2. Juli als Tag der Einreichung notiert. Das Patent – für ein Verfahren zur Herstellung einer roten Ultramarinfarbe – wird am 27. November 1877 erteilt.

Am 2. Juli 1877 kommt Hermann Hesse in Calw zur Welt. Er beginnt zunächst eine Buchhändlerausbildung in Esslingen, danach führt er die Ausbildung in einer Buchhandlung in Tübingen fort. Er veröffentlicht erste eigene Werke. Seine Erfahrungen im ersten Weltkrieg machen ihn zu einem Kriegsgegner und auch zu einem „Aussteiger“. Auf dem Monte Verità entsteht unter anderem ein großer Teil seines Romans „Demian“. Jedenfalls wird Hesse ein bedeutender Schriftsteller.

Am 2. Juli 1912 werden die ersten – von Hand gesetzten – 12 Bände der Insel-Bücherei an die Buchhandlungen ausgeliefert. Hier kann man einen Prospekt mit der Ankündigung der 12 Titel sehen.

Am 2. Juli 1963 tritt der Élysée-Vertrag – also der Freundschaftsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland – in Kraft. Es ist vor allem eine Frage der Symbolik, dass es diesen Vertrag gibt, inhaltlich geht es nur um freiwillige Zusammenarbeit.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Büchern, die Euch neue Türen öffnen.

 

 

1. Juli

Heute schaffe ich nur einen kurzen Beitrag, es ist zeitlich gerade ein bißchen „eng“.

Am 1. Juli 1827 eröffnet der gelernte Buchhändler Karl Baedeker in Koblenz eine Verlagsbuchhandlung. Im selben Jahr beginnt der regelmäßige Schiffsverkehr zwischen Koblenz und Mainz und der Historiker und Lehrer Johann August Klein schreibt ein Buch über die Rheinreise von Mainz bis Köln. Dieses Buch erscheint 1828 in Koblenz im Verlag von Franz Friedrich Röhling. Im Jahr 1832 erwirbt Baedeker den Verlag von Röhling und bringt eine erweitere Auflage der Rheinreise von Klein heraus. Dies ist im Prinzip der erste Reiseführer von Baedeker. Hier kann man eine „Rheinreise“ aus dem Jahr 1849 sehen.

Am 1. Juli 1818 kommt Ignaz Semmelweis in Buda zur Welt. Er studiert in Pest und in Wien Medizin. Als Assistenzarzt in Wien arbeitet er in einem Krankenhaus in der Geburtshilfe. Er versucht herauszufinden, woher die hohe Sterblichkeitsrate in Verbindung mit dem Kindbettfieber stammt. Aber alle Untersuchungen, die er und seine Kollegen durchführen, erhöhen die Sterblichkeit nur. Als ein befreundeter Gerichtsmediziner während einer Sektion von einem Studenten mit einem Skalpell verletzt wird und anschließend an einer Blutvergiftung stirbt, die einen ählichen Verlauf wie das Kindbettfieber hat, erkennt Semmelweis die Verbindung. Er kann sie zwar noch nicht erklären, denn Bakterien sind damals noch unbekannt, aber der Gedanke, dass es um eine Desinfektion der Hände und Instrumente geht, ist zutreffend. Das ergeben auch seine entsprechenden Anordnungen im Krankenhaus. Die Sterblichkeitsrate sinkt. Leider erkennen seine Kollegen diese Erkenntnis nicht an.

Damit wünsche ich Euch einen Abend an dem Ihr neue Wege einschlagen könnt und von neuen Zielen träumt.

30. Juni

Mit dem 30. Juni habe ich ein Etappenziel erreicht – die Hälfte des Jahres liegt hinter mir und das sowohl, was das Jahr an sich angeht als auch dieses Blogprojekt. Ob ich weitermachen werde? Das werde ich morgen Abend entscheiden. Links für die zweite Jahreshälfte habe ich für die meisten Tage schon gesammelt. Trotzdem ist es wichtig, dass ich mir jederzeit erlauben kann, aufzuhören.

Am 30. Juni 1911 kommt Czesław Miłosz zur Welt – in einer polnischen Familie in einem Ort, der damals zum russischen Kaiserreich und heute zu Litauen gehört. Er wird ein Dichter, Schriftsteller und Diplomat. Während der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg engagiert er sich im Untergrund und rettet mehreren jüdischen Menschen das Leben. In der Zeit von 1945 bis 1949 arbeitet er für Polen als Diplomat in Washington D.C. und in New York, 1950 in Paris. Im Dezember 1950 wird im der Pass entzogen, nur durch die Fürsprache guter Freunde erhält er ihn Ende Januar 1951 wieder. So kommt es, dass er im Februar 1951 in Frankreich Asyl beantragt und erhält. Im Jahr 1953 erscheint das Buch, das ich zwar noch nicht gelesen habe, das ich aber sofort mit einem Namen in Verbindung bringe (und auch besitze): „The Captive Mind“ (auf deutsch „Verführtes Denken“). Das Buch macht ihn weltberühmt. 1980 erhält er den Literaturnobelpreis – dies wohl für allem für seine Gedichte, The Captive Mind wird nur am Rande als „Prosawerk“ erwähnt. Für mich ist tatsächlich dieses Prosawerk am interessantesten, ich muß nur suchen, wo ich es hingestellt habe……

Am 30. Juni 1377 wird in Ulm der Grundstein für das Ulmer Münster gelegt. Nächstes Jahr wird dort also groß gefeiert, denn dann sind es 650 Jahre.

Spanien überrascht mich immer wieder positiv. Am 30. Juni 2005 führt Spanien nämlich die Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare ein. In Deutschland ist es erst am 30. Juni 2017 so weit. An die Diskussionen zu diesem Thema kann ich mich noch erinnern, auch an den Tag an sich – da saß ich nämlich gerade in einem ICE nach Berlin…

Am 30. Juni 1498 legt Kaiser Maximilian fest, dass sechs Knaben bei seiner Hofmusik singen sollen. Er verlegt nämlich gerade seinen Sitz von Innsbruck nach Wien. Aus diesen sechs Knaben – den Hofsängerknaben – entstehen im Laufe der Zeit die berühmten Wiener Sängerknaben.

Am 30. Juni 1643 gründet Jean-Baptiste Poquelin mit neun weiteren Personen die Schauspielertruppe „L’Illustre Théâtre“. Es wird sogar bei einem Notar eine Urkunde unterzeichnet, erfolgreich wird dieses Theater aber nicht, der Gründer – der sich später Molière nennt – allerdings schon.

Kassel überrascht mich immer wieder mit besonderen Museen. Am 30. Juni 1923 wird dort das weltweit erste Tapetenmuseum eröffnet.

Der 30. Juni ist übrigens der „Asteroid Day“ oder auch „Asteroidentag“, denn am 30. Juni 1908 ereignet sich das „Tunguska-Ereignis“, das vermutlich mit dem Eintritt eines Asteroiden zu tun hat.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit einem wunderschönen Sternenhimmel und leuchtenden Ideen für eine gute Zukunft.

29. Juni

Am 29. Juni 1776 gründen der spanische Franziskaner Francisco Palóu und der in Neu-Spanien geborene Vize-Kommandant Joaquin José Moraga die Mission Dolores. Aus ihr wird San Francisco entstehen. Sowohl Palóu als auch Moraga gehören zur Expedition von Juan Bautista de Anza, der in der Region umfangreiche Entdeckungsreisen unternimmt und dabei durchaus einige Gründungen vornimmt.

Am 29. Juni 1995 beschließt der Bundestag eine Neuregelung des Abtreibungsrechts. Die Neuregelung ist wegen der Wiedervereinigung notwendig, ob sie gelungen ist, darüber kann man streiten…..

Am 29. Juni 2006 entscheidet der US-amerikanische Supreme Court, dass die Regierung im Hinblick auf die Gefangenenlager auf Guantanamo Bay Rechtsverstöße begangen hat und verlangt die Anwendung der Genfer Konvention.

Am 29. Juni 1904 findet der niederländische Torfstecher Hilbrand Ginghuis zwei historische Moorleichen, die sogenannten Männer von Weerdinge. Schon ein spannender Fund! Und natürlich „wandern“ die Moorleichen in ein Museum.

Am 29. Juni 1900 wird die Nobelstiftung errichtet, Alfred Nobel hat in seinem Testament die Gründung einer solchen Stiftung festgelegt.

Am 29. Juni 1886 wird Robert Schuman in Luxemburg geboren. Ursprünglich ist er reichsdeutsch, nach dem ersten Weltkrieg nimmt er die französische Staatsangehörigkeit an und schließt sich während des zweiten Weltkriegs der französischen Résistance an. Er wird Politiker, Außenminister, Ministerpräsident und Präsident des Europäischen Parlaments. Besonders wichtig ist, dass er einer der Gründerväter der Europäischen Union ist.

Ob Robert Schuman den Satz „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ (On ne voit bien qu’avec le coeur) unterschreiben würde? Jedenfalls kommt der Schöpfer dieses Satzes – Antoine de Saint-Exupéry – am 29. Juni 1900 in Lyon zur Welt. Sein Werk „Der kleine Prinz“ wird um die Welt reisen und Menschen in über 600 Sprachen und Dialekten erreichen.

Damit wünsche ich Euch einen zauberhaften Abend.

 

 

28. Juni

Nur noch 3 Tage (und damit – mit dem heutigen Beirag – drei Beiträge) dann ist der Juni vorbei. Seit 2018 ist der Juni der Monat, den ich überhaupt nicht mehr mag. Ich bin jedes Jahr froh, wenn er vorbei ist. Zu negativ sind die Erinnerungen. Das Positive am Ende des Monats: im Prinzip habe ich dann ein halbes Jahr „geschafft“. Das ist gar nicht so schlecht, oder?

Gut oder schlecht ist auch oft die Frage, bei den „Ereignissen“, die ich finde. Manchmal ist das gar nicht so einfach. Ein solches Beispiel ist das Gnadenedikt von Alès. Nach der – endgültigen – militärischen Niederlage der Hugenotten in La Rochelle, verkündet Kardinal Richelieu am 28. Juni 1629 das „Gnadenedikt“ – es handelt sich um einen vertraglichen Erlaß, der den Umgang Frankreichs mit den Hugenotten regeln soll. Das Positive (ja, es gibt etwas Positives) vorneweg: es gibt keine Zwangsbekehrungen, Protestanten werden auf französischem Boden geduldet. Darüberhinaus verlieren die Hugenotten jedoch im Prinzip fast alles…..

Ähnlich zwiespältig empfinde ich den Vertrag von Versailles, der am 28. Juni 1919 unterzeichnet wird. Es gibt gute Seiten: es ist ein Friedensvertrag und der Vertrag enthält sogar die Satzung des neu geschaffenen Völkerbundes. Aber: der junge Wirtschaftsexperte John Maynard Keynes weist frühzeitig darauf hin, dass Deutschland sich wegen der wirtschaftlichen Belastung durch die Reparationszahlungen nicht stabilisieren kann. Aus Protest verläßt er die Delegation und schreibt ein Buch über seine Einschätzung. Leider soll er recht behalten.

Am 28. Juni 1712 kommt Jean-Jacques Rousseau in Genf zur Welt. Es passt zum heutigen Beitrag, dass ich ihm immer etwas zwiespältig „gegenüberstehe“. Das in seinem Buch „Vom Gesellschaftsvertrag“ enthaltene Prinzip des „allgemeinen Willens“ finde ich sperrig und mißbrauchsanfällig. Hier kann man ein paar Gedanken dazu nachlesen. Gleichzeitig ist er natürlich ein wichtiger Denker der Aufklärung, Wegbereiter für die französische Revolution und mit „Julie oder Die nue Heloise“ auch ein erfolgreicher Romanautor.

Etwas Positives zum Abschluß: am 28. Juni 1996 verabschiedet die Ukraine ihre Verfassung. Darin werden die demokratische Ordnung, Souveränität und territoriale Integrität festgelegt. Aus meiner Sicht – trotz aller Herausforderungen – eine Erfolgsgeschichte!

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem das Gute zum Tragen kommt.

 

 

27. Juni

Der 27. Juni ist der Siebenschläfertag. Diese Bezeichnung beruht auf einer Legende. Sieben junge Christen verstecken sich im Jahr 251 während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius in einer Berghöhle bei Ephesos. Leider werden sie entdeckt und eingemauert. Aber sie sterben nicht, sondern sie schlafen und werden 195 Jahre später – am 27. Juni 446 – zufällig entdeckt. Sie wachen auf, bezeugen ihren Glauben an die Auferstehung der Toten und sterben kurz danach. Interessanterweise gibt es eine ähnliche Legende auch im Islam, nämlich die „Gefährten der Höhle“.

Am 27. Juni 1905 wird Mpondo Akwa freigesprochen – von einer Anklage wegen Betrug und betrügerischem Gebrauch von Adelstiteln. Akwa wird von dem Rechtsanwalt Moses Levi vertreten, den er schon einige Zeit zuvor kennengelernt hat. Akwa und Levi gewinnen den Prozess, Akwa wird freigesprochen. Insgesamt ist es eine irritierende Geschichte aus der Kolonialzeit, die ich nur durch Zufall entdeckt habe. Mehr zum Verfahren und zum Hintergrund kann man hier (in englischer Sprache) nachlesen.

In der Zeit vom 27. Juni 1519 bis zum 15. Juli 1519 findet in der Leipziger Pleißenburg eine „Disputation“ zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck aus Ingoldstadt und den beiden evangelischen Theologen Andreas Bodenstein (genannt Karlstadt) und Martin Luther statt. Die „Leipziger Disputation“ ist ein akademisches Streitgespräch, das ursprünglich nur zwischen Karlstadt und Eck stattfinden soll und das sehr bewußt inszeniert wird, mitsamt „Öffentlichkeitsarbeit“ und Veranstaltungen. So bereiten Karlstadt und Lukas Cranach der Ältere ein (durchaus provozierendes) Flugblatt vor. Am 27. Juni 1519 begint die Disputation übrigens mit einem Festakt. Dabei wird unter anderem eine von Georg Rhau für diesen Anlaß komponierte Messe für 12 Stimmen von den Thomanern aufgeführt. Von diesem Komponisten und Thomaskantor stammt auch dieses Stück als kleiner Eindruck.

Am 27. Juni 1816 kommt Friedrich Gottlob Keller in Hainichen zur Welt. Er erfindet das Verfahren, mit dem noch heute Papier hergestellt wird, den sogenannten Holzschliff.

Am 27. Juni 1899 kommt Viktoria Savs in Bad Reichenhall zur Welt. Im ersten Weltkrieg ist sie – von den meisten unerkannt – Frontsoldatin. Nur wenige – darunter ihre Vorgesetzten – wissen, dass sie eine Frau ist. An der Front heißt sie „Viktor Savs“ – ein praktischer Name für diese „Verwandlung“.

Am 27. Juni 1891 kommt Margaret Staal-Krophol in Haarlem zur Welt. Sie wird die erste Frau, die in den Niederlanden als professionelle Architektin arbeitet. Dieses Wohnhaus basiert auf ihren Entwürfen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem Ihr neue Wege beschreiten könnt  egal ob in Gedanken oder tatsächlich.

26. Juni

Heute habe ich erschwerte Bedingungen….. Nein, damit meine ich nicht, dass es auch am Abend warm ist, sondern dass hier der Strom ausgefallen ist . Also schreibe ich den Beitrag mit meinem Tablet (das allerdings nicht voll geladen ist….) und setze die Links erst einmal darunter, weil ich mit dem Tablet nicht „so“ verlinken kann wie sonst.

Am 26. Juni 1472 gründet Herzog Ludwig IX. die „Hohe Schule“ in Ingolstadt. Es ist die erste Universität in Altbayern und die elfte im damaligen deutschen Reich.

https://www.lmu.de/de/die-lmu/die-lmu-auf-einen-blick/geschichte/zusammenhaenge/1472-gruendung-der-hohen-schule-zu-ingolstadt/

Am 26. Juni 1524 predigt Martin Luther zum ersten Mal in Magdeburg. Die Johanniskirche ist völlig überfüllt. Thema der Predigt ist die wahre und falsche Gerechtigkeit. Die Altstadt von Magdeburg tritt danach geschlossen zum Protestantismus über.

https://www.magdeburg-tourist.de/index.php?ModID=7&FID=557.883.1&object=tx%7C557.883.1

Am 26. Juni 1533 versammeln sich in Hannover die Bürger auf dem Platz vor der Marktkirche und leisten einen gemeinsamen Schwur auf die lutherischen Lehren. Damit beginnt in Hannover die Reformation.

https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/hannover-und-die-reformation-24612/

Am 26. Juni 2009 wird das Wattenmeer in Deutschland und in den Niederlanden in das Unesco Weltnaturerbe aufgenommen. Eine gute Entscheidung, denn das Wattenmeer ist schon etwas Besonderes!

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/unesco-weltnaturerbe-wattenmeer-feiert-16-jahrestag,wattenmeer-114.html

Am 26. Juni 1904 kommt Peter Lorre als László Loewenstein in Ungarn zur Welt.  Er wird ein Filmschauspieler, Drehbuchautor und Filmregisseur. Die Rolle als Fritz Lang im Filmklassiker „M“ macht ihn berühmt. Aber auch bei Casablanca spielt er mit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Lorre

Am 26. Juni 1902 kommt Antonia Louisa Brico in Rotterdam zur Welt. Sie studiert Musik und wird Dirigentin. Ihr Debut hat sie 1930 mit den Berliner Philharmonikern . 1938 ist sie (als erste Frau) Gastdirigentin des New York Philharmonic Orchestra.

https://de.wikipedia.org/wiki/Antonia_Brico

https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/film-die-dirigentin-maria-peters-antonia-brico-berliner-philharmoniker-kritik-100.html

Am 26. Juni 1815 kommt Mariana Grajales Coello in Santiago de Cuba zur Welt. Sie kämpft für Gleichberechtigung und gegen Sklaverei. Zusätzlich betreibt sie während der Kriege in Kuba Krankenpflege und später sogar ein provisorisches Krankenhaus .

https://de.wikipedia.org/wiki/Mariana_Grajales

Am 26. Juni 1892 kommt Pearl Sydenstricker Buck in West Virginia zur Welt. Sie wird Schriftstellerin. Für Ihre Romane wird sie einen Pulitzer-Preis und im Jahr 1938 den Literaturnobelpreis. Die Vergabe des Preises ist allerdings umstritten, da viele ihre Romane als Trivialliteratur ansehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pearl_S._Buck

Am 26. Juni 1730 kommt Charles Messier in Lothringen zur Welt. Er wird ein Astronom und wird im Bureau des Longitudes arbeiten. Er gilt aber auch als erster systematischer Kometenjäger. Etwa 14 Kometen soll er „entdeckt“ haben und einige andere astronomische Objekte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Messier

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/charles-messier-whirlpool-galaxie-102.html

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit dem Mut und der Kraft, für Eure Überzeugungen,  Ideale und Träume einzustehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25. Juni

Am 25. Juni 1852 kommt Antoni Gaudí in Katalonien zur Welt. Er wird ein bedeutender Architekt, der Barcelona mit einem besonderen und eigenwilligen Baustil prägen wird. Prägnante Beispiele sind die Casa Güell, der Parc Güell und die Sagrada Fanilia. Der wunderschöne Parc Güell gehört mittlerweile zum Weltkulturerbe.

Am 25. Juni 1795 wird in Frankreich das Bureau des Longitudes gegründet. Es soll sich darum kümmern, das „Längengradproblem“ in der Schifffahrt zu lösen. In England gibt es schon seit 1714 ein „Board of Longitude“, Frankreich möchte – verständlicherweise – von England unabhängig sein. Mehr zur Arbeits des englischen „Boards“ kann man hier nachlesen. Über das französische Büro gibt es hier (in französischer Sprache) weitere Informationen. 

Am 25. Juni 1878 kommt Marie-Elisabeth Lüders in Berlin zur Welt. Sie wird eine Politikerin, Frauenrechtlerin und Widerstandskämpferin. Im Jahr 1918 ist die Gründungsmitglied der DDP, dort gehört sie dem Vorstand an. Von 1953 bis 1961 gehört sie dem Bundestag an, zudem ist sie Mitglie des Deutschen Juristinnenbundes und des FDP-Bundesvorstandes.

Am 25. Juni 1678 erhält Elena Lucrezia Cornaro Piscopia als erste Frau einen Doktortitel. Eigentlich will sie im Fach Theologie promovieren, als Frau wird ihr das aber verwehrt – obwohl ihr Philosophieprofessor Carlo Rinaldini sich für sie einsetzt. Als Kompromiss darf sie zu einem Thema der aristotelischen Logik (im Bereich Philosophie) promovieren.

Am 25. Juni 1807 beginnen in Tilsit – auf zwei Pontonbooten in der Mitte der Memel – die Verhandlungen zwischen Napoleon und Zar Alexander I., die zum Frieden von Tilsit führen werden.

Am 25. Juni 1938 wird der Dichter Douglas Hyde als erster irischer Präsident in sein Amt eingeführt. Erstaunlicherweise dauert die Zeremonie nur 10 Minuten …..

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit Träumen von Zielen, die Ihr für Euch oder für das Gute in der Welt erreichen wollt.

24. Juni

Der 24. Juni ist der Johannistag. Es ist ein Tag, der mir „so“ nicht bewußt ist. Ich habe diese Zeit einmal auf Teneriffa erlebt – mit Johannisfeuern in der Nacht zum 24. Juni und der „Taufe“ von Ziegen am Johannistag selbst. Schon spannend, was und wie Menschen feiern!

Ab dem 24. Juni 1995 ist der Reichstag verhüllt und zwar von Christo und Jeanne Claude. Erstaunlich ist, dass dieser Kunstaktion eine lange Geschichte zugrundeliegt. Schon 1971 gibt es diese Idee, ab 1976 gibt es Gespräche dazu. Hier kann man die Geschichte nachlesen.

Am 24. Juni 1038 wird in Bad Hersfeld die Lullusglocke gegossen. Sie ist die älteste datierte Glocke Deutschlands. Hier kann man die Glocke hören!

Es folgt ein ganz anderer Klang, denn am 24. Juni 1966 beginnt die Deutschlandtournee der Beatles. Eindrücke davon findet man hier.

Der am 24. Juni 1770 in Ulm geborene Albrecht Ludwig Berblinger möchte auch hoch hinaus, aber anders. Er ist ein Schneider, ein Erfinder und ein Flugpionier. Sein Flugversuch in Ulm scheitert aber. Heute weiß man, dass ein Flug von dem Ort, den die Ratsherren ihm genannt haben, gar nicht möglich ist. So kommt es leider zum Absturz und er geht als der „Schneider von Ulm“ in die Geschichte ein. Aber: er hat es versucht!

Es kann auch gut gehen. Am 24. Juni 1901 hat der noch junge Pablo Picasso die erste Ausstellung in Paris in der Galerie von Ambroise Vollard. Und die Ausstellung wird ein großer Erfolg.

Am 24. Juni 1910 wird in München das Deutsche Theatermuseum eröffnet und zwar zunächst im Haus der Hofschauspielerin Clara Ziegler.

Damit wünsche ich einen Abend voller Selbstvertrauen und Mut.

 

23. Juni

Am 23. Juni 1888 bekommt Frederick Douglas bei der „Republican Convention“ in Chicago eine Stimme als Präsidentschaftskandidat, er will aber gar nicht als Präsidentschaftskandidat antreten. Festhalten kann man, dass er der erste afroamerikanische Mensch ist, der eine solche Stimme erhält. Von den Republikanern verspricht er sich jedenfalls, dass diese die politische Stärke haben, die Sklaverei in den USA zu beenden.

Am 23. Juni 1887 kommt Ernst Rowohlt in Bremen zur Welt. 1908 gründet er in Leipzig seinen ersten Verlag. 1912 übernimmt Karl Wolff diesen Verlag und Rowohlt zieht weiter nach Berlin und arbeitet dort in Verlagen. 1919 gründet er seinen zweiten Verlag. Kurt Tucholsky und Hans Fallada gehören zu den Autoren des Verlags, der bis 1943 besteht. 1946 gründet er in Stuttgart den dritten Verlag, 1947 erhält er eine Lizenz für Hamburg – der Verlag zieht schließlich von Stuttgart nach Hamburg. Erste Autoren des dritten Verlages sind Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz und Erich Kästner. 2015 erscheint im Rowohl-Verlag ein Buch von Ralf Hochhuth über Alan Turing.

Am 23. Juni 1912 kommt Alan Turing in London zur Welt. Er wird in bedeutender Mathematiker, Informatiker und Philosoph. Vor allem im Bereich der Computerentwicklung und Informatik sind seine Beiträge von besonders großer Bedeutung. Noch heute sprechen wir – gerade auch im Zusammenhang mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“ – vom „Turing-Test“ – dieser Ansatz soll dazu dienen Menschen und Maschinen unterscheiden zu können. Seit 1966 gibt es einen Turing-Award und seit 2015 auch ein Turing-Institut mit spannenden Veröffentlichungen rund um das Thema KI. Interessant ist aber auch die Beschäftigung mit dem Menschen Alan Turing. Angefangen bei Dingen, die ich über ihn nicht weiß bis hin zur Thematisierung im Rahmen von Theater. Im Jahr 2021  zum Beispiel bei dem „Onlinespiel“ „reconstruct:alan_turing“, das im Rahmen der Ruhrtriennale stattfindet. Und ganz klar, das Buch von Ralf Hochhuth über Turing gehört auch dazu – ich habe mir gerade die Leseprobe angeschaut, es klingt sehr spannend!

Damit wünsche ich Euch einen kühlen Abend mit schönen Überraschungen.