18. Dezember – S

Viele Autorinnen und Autoren haben einen Vornamen, der mit „S“ beginnt – auch hier wieder eine Frage der Auswahl. Entschieden habe ich mich für Stefan Zweig und sein Buch „Triumpf und Tragik des Erasmus von Rotterdam“. 1934 erschien dieses Buch, das Stefan Zweig wohl 1933 geschrieben hat – in einer Zeit als er selbst mit der Frage rang, ob beziehungsweise welchen Standpunkt er zum damaligen Deutschland beziehen sollte.

Erasmus von Rotterdam – der weise Gelehrte, Humanist, Europäer, Mittler zwischen den Fronten und Pazifist – erschien ihm da wohl als gutes Beispiel, vielleicht sogar als Vorbild. Beim Lesen des Buchs von Stefan Zweig habe ich seine Bewunderung für den Gelehrten, den Mittler und den Pazifisten gespürt – gleichzeitig ist auch (wie schon im Titel) der Gedanke der Tragik präsent. Hätte die Geschichte in Europa einen anderen Verlauf nehmen können, wenn Erasmus als Mittler in Worms präsent gewesen wäre? Was wäre passiert, wenn Erasmus von Rotterdam – so ganz gegen seine Gewohnheit – Stellung bezogen hätte? Ein anderer Verlauf ist denkbar und doch – gerade weil Geschichte nicht theoretisch ist – nicht wirklich vorstellbar. Der Pazifist und Mittler Erasmus von Rotterdam ging im Konflikt um Martin Luther verloren. Er wurde nicht verfolgt, aber er war auch nicht mehr wichtig. Wenn Stefan Zweig dies auf die Zeit um 1933 bezogen hat, wie sehr müssen wir dies dann auch auf unsere Zeit beziehen? Können wir aus der Geschichte von Erasmus von Rotterdam und Martin Luther etwas für uns lernen? Vielleicht gerade weil Stefan Zweig sich darauf bezieht?

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen noch einen friedlichen 18. Dezember.

17. Dezember – R

Ja, ich weiß – eigentlich käme jetzt der Buchstabe „Q“. Aber: ich habe meine Buchregale und Buchstapel abgesucht, ich habe sogar online gesucht und ich habe keine Autorin und keinen Autor eines mir bekannten Buches entdeckt, deren/dessen Vorname mit „Q“ beginnt. Vielleicht ist das eine große Bildungslücke. Aber es ist wie es ist und daher mache ich ganz offiziell mit „R“ weiter.

Den Buchstaben „R“ vertritt Robert Louis Stevenson mit seiner Geschichte „The strange case of Dr Jekyll and Mr Hyde“ (deutsch: Der seltsame Fall des Doktor Jekyll und des Herrn Hyde). Es ist die Geschichte vom Guten und Bösen – vereint in einer Person – die hier so spannend zum Ausdruck gebracht wird. Die Geschichte ist gar nicht lang, aber immer wieder faszinierend. Was macht uns zu „guten“ Menschen und was führt uns zum „Bösen“? Kann man das beeinflussen oder ist man „ausgeliefert“? Die Frage nach gut und böse und die Frage, aus welcher Perspektive sich gut und böse überhaupt bewerten lassen, sind Fragen die (auch) heute sehr aktuell sind. Die Geschichte von Robert Louis Stevenson ist ein guter Anlaß über diese Fragen nachzudenken.

In diesem Sinne hoffe ich, daß Ihr/Sie einen guten 17. Dezember hattet/hatten.

16. Dezember – P

Pierre und Peter sind die Autoren des heutigen Tages, nämlich Pierre Assouline mit seinem Buch „La cliente“ (deutsch: Die Kundin) und Peter Bieri mit seinem Buch „Eine Art zu leben“.

Pierre Assouline erzählt in seinem Buch eine Geschichte von Leid, Verantwortung und Schuld. Ein Autor entdeckt bei Recherchen über einen Autor und dessen Leben und Geschichte während des dritten Reichs eine Denunziation, die die Familie eines Freundes betrifft. Der Autor hat sich verpflichtet, über seine Recherchefunde zu schweigen und doch kann er das in dieser Situation nicht. Er handelt. Doch seine Handlungen haben andere Wirkungen als von ihm gedacht – Schuld und Verantwortung sind nicht so einfach zuzuordnen, wie es anfänglich scheint. Ein spannendes und gutes Buch – gerade weil es sich mit den Themen Schuld und Verantwortung zwischen und gegenüber den Überlebenden auseinandersetzt.

Das Thema Verantwortung – im Sinne von Verantwortung für das eigene Leben – paßt auch gut zum Buch von Peter Bieri. Ich lese es gerade und empfinde es als wichtiges und anregendes Buch. Peter Bieri unterteilt das Thema Würde in drei unterschiedliche Bereiche. Bei Würde geht es zum einen darum, wie ich von anderen Menschen behandelt werde, es geht dann auch darum, wie ich andere Menschen behandele und (und das ist vielleicht sogar der wichtigste Aspekt) es geht darum, wie ich zu mir selbst stehe. Die Frage, die an manchen Stellen für mich durchaus im Raum steht: inwieweit haben diese Dimensionen der Würde und das jeweilige positive oder negative Erleben von Würde etwas mit unserer aktuellen gesellschaftlichen Situation zu tun. Ich kann diese Frage schon deshalb noch nicht beantworten, weil ich das Buch noch nicht ganz gelesen habe. Ich finde diesen Gedanken aber – gerade im Hinblick auf die in Artikel 1 Grundgesetz enthaltene Würde des Menschen – sehr spannend.

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen einen nachdenklichen und perspektivenreichen 16. Dezember.

15. Dezember – O

Nach unten oder nach oben? Es ist diese Grundfrage der Richtung, die die Bücher von Oliver Nachtwey „Die Abstiegsgesellschaft“ und von Olivia Fox Cabane „The Charisma Myth“ unterscheidet.

Das Buch von Oliver Nachtwey ist keine „bequeme“ Lektüre für einen netten Abend – das Buch ist unbequem und macht mich im Hinblick auf Chancengerechtigkeit und (fehlende) Solidarität sehr nachdenklich. Der Gedanke des Abstiegs ist heute greifbarer und näher als noch vor 10 oder 20 Jahren. Lebensläufe und Berufswege haben sich bei vielen anders entwickelt als gedacht und gehofft. Was macht das mit einer Gesellschaft, wenn viele Angst vor einem Abstieg haben? Wenn viele nicht glauben, daß es ihnen „so gut“ (oder gar besser) geht (und auch später noch gehen wird) als ihren Eltern? Wenn viele befürchten, daß es für ihre Kinder noch schwieriger wird? Für mich ist diese Angst ein wichtiges Thema der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Oliver Nachtwey spricht das Problem der fehlenden Solidarität offen an.

In Olivia Fox Cabanes Buch geht es gerade nicht um Solidarität, sondern – mit dem Thema Charisma – um Individualität. Spannenderweise ist sie der Ansicht, daß jeder Mensch Charisma lernen kann. Sie sieht Charisma eher als Methode oder Werkzeug und nicht als Gabe. Ob das stimmt, kann ich noch nicht beurteilen. Viele der Fragen und Übungen finde ich sehr interessant und habe sie für mich selbst auch schon angewendet. So hilft es tatsächlich, an seine Zehen zu denken, wenn man merkt, daß man in einem Gespräch gedanklich nicht ganz anwesend ist. Ein einfacher und sehr wirksamer Tipp ……..

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen einen erfolgreichen und sorgenfreien 15. Dezember.

14. Dezember – N

Eine Frage der Perspektive? In diesem Punkt überschneiden sich Nuccio und Neil – die Autoren des heutigen Tages.

Vor ein paar Wochen war ich in Berlin – gerade als eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau begann. Ich suchte an diesem Samstagmorgen nach einem kulturellen Highlight und fand zufällig die Ausstellung „Der britische Blick: Deutschland – Erinnerungen einer Nation“. Neil MacGregor hat das Buch zu dieser Ausstellung geschrieben – „Der britische Blick: Deutschland – Erinnerungen einer Nation“. Es ist dieser Blick von außen, der diese Ausstellung und auch das Buch so spannend macht. Was ich an manchen Stellen durchaus als Nachteil, Schwäche oder unbeachtliches Detail ansah, bekommt durch die Augen des britischen Betrachters einen ganz anderen Wert. Was auf der einen Seite zum Beispiel die Zersplitterung in viele Kleinstaaten war, ist auf der anderen Seite eine frühe Notwendigkeit zu verhandeln und Kompromisse zu erzielen. Faszinierend dieser Blick von außen!

Einen besonderen Blick wirft auch Nuccio Ordine auf unsere Welt. In seinem Buch „Von der Nützlichkeit des Unnützen“ erläutert er – auf der Basis von vielen literarischen Beispielen – warum Literatur und Philosphie lebenswichtig sind. Ein wunderbares Buch, dem ich viele spannende Querverweise auf gute Bücher entnommen habe. Ja, auch für mich sind Literatur und Philosophie lebenswichtig und ich glaube, daß ein Teil unserer aktuellen Probleme auch damit zusammenhängt, daß wir uns an vielen Stellen auf das vermeintlich Nützliche beschränkt haben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen einen perspektivenreichen Tag mit vielen nützlich unnützen oder unnütz nützlichen Erkenntnissen!

13. Dezember – M

Es gibt viele Autorinnen und Autoren in meinen Bücherregalen und Bücherstapeln, deren Vorname mit „M“ beginnt. Ich habe dieses Jahr sogar relativ viele dieser Bücher gelesen – umso schwerer ist es, eine gute Auswahl zu treffen. Michael (sogar zweimal) und Massimo haben „gewonnen“.

Irgendwann Ende letzten Jahres habe ich das Buch „Kurze Geschichte der Migration“ von Massimo Livi Bacci entdeckt. Es ist für mich ein wichtiger Aspekt, daß die Geschichte Europas eigentlich eine Geschichte der Migration ist. Massimo Livi Bacci hat einen Satz geschrieben, der mich gedanklich das ganze Jahr begleitet hat und den ich – unabhängig von allen anderen Fragen und damit verbundenen Herausforderungen – richtig finde: „Wir Menschen haben Beine“. Mit diesem Satz verbindet er, daß es untrennbar zu unserem Wesen gehört, daß wir uns von Ort und zu Ort bewegen und daß dies eine hilfreiche Eigenschaft ist, um uns unseren Lebensumständen anzupassen und sie zu verbessern. Kann man die Situation der letzten anderthalb Jahre besser zusammenfassen?

Besiedlung und Migration sind auch Themen der preußischen Geschichte. Michael Winteroll hat mich mit seinem Buch „Geschichte Preußens in Ausflügen“ in seinen Bann gezogen. Geschichte ist plötzlich keine bloße Abfolge von Daten und Ereignissen, sondern konkret an Orte und Gebäude angeknüpft. Es ist eine andere Art der „Geschichtsreise“ und ich habe das Lesen und auch den Besuch des einen oder anderen Ortes sehr genossen.

Eine andere Art von „Ausflug“ hat Michael Jacobs erlebt. Er ist immer wieder nach Spanien gereist, um das Geheimnis des berühmten Gemäldes von Velazquez „Las Meninas“ zu ergründen. In seinem Buch „Everything is happening“, das er vor seinem Tod nicht mehr ganz beenden konnte, erzählt er von seinen Reisen, seiner besonderen Beziehung zu diesem Gemälde und seinen Erlebnissen rund um seine Reisen. Sein Freund Ed Vullamy hat das Buch fertiggestellt – es ist schön, so an dieser besonderen Reise teilzuhaben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen einen bewegten und bewegungsreichen 13. Dezember.

12. Dezember – L

Heute ist meine Wahl auf Luna gefallen – Luna Al-Mousli, die das wunderschöne Büchlein „Eine Träne. Ein Lächeln“ über ihre Kindheit in Damskus geschrieben und gestaltet hat.

Luna Al-Mousli erzählt kurze Geschichten aus dem Alltag ihrer Kindheit in Damaskus – es sind Geschichten über Familienmitglieder, über die Schule, über die Jahreszeiten. Es ist gleichzeitig schön und traurig, diese Texte zu lesen. Schön, weil sie so alltäglich sind und einen Alltag zeigen, der gleichzeitig fremd und vertraut ist, traurig, weil es diesen Alltag so nicht mehr gibt.

Mit diesem Zauber eines fremden Alltags wünsche ich Euch/Ihnen einen wunderschönen und im positiven Sinne alltäglichen 12. Dezember.

11. Dezember – K

Noch ein paar Seiten, dann habe ich das Buch der Autorin, die ich heute „ins Rennen schicke“ komplett durchgelesen. Katja heißt die Autorin, Katja Petrowskaja und ihr Buch „Vielleicht Esther“ verbindet sich für mich mit manchen Themen, die ich in den vorgehenden Beiträgen schon angeseprochen hatte.

Katja Petrowskaja entdeckt im Rahmen des Buches die Geschichte ihrer Familie. Sie findet ein Rezept ihrer Tante, das sie mit „Du“ anredet und ich denke an Italo Calvino, der seinen Leser duzt. Sie spricht von „Spielen ohne Sieger“ und ich denke an Johan Huizinga. Ihre Geschichte ist in mehrfachem Sinne eine Reise – zunächst eine Reise in Städte, die mit ihrer Familiengeschichte verbunden sind, eine Reise in die Geschichte ihrer Familie und eine Reise in den Umgang mit Geschichte. Sehr treffend schreibt sie an einer Stelle, daß etwas „Geschichte ist, wenn es plötzlich keine Menschen mehr gibt, die man fragen kann, sondern nur noch Quellen“.

Ganz wesentlich geht es in diesem Buch um das Sprechen, das Stummbleiben oder Verstummen und das Wiederentdecken der eigenen Sprache. Katja Petrowskajas Familie hat schon vor über hundert Jahren taubstumme Kinder unterrichtet und ihnen damit eine Sprache und einen Zugang zur Gesellschaft gegeben. In ihrem Buch schreibt sie dazu „Wer gehört wird, gehört dazu.“ Was sich hier zunächst auf die gesprochene Sprache bezieht, gilt aber weit darüber hinaus.

Hören wir noch die Geschichte und die Geschichten von damals? Hören wir eigentlich, wie sich die Geschichte von „damals“ heute auswirkt? Gehören diese Geschichten noch „dazu“? Ich hoffe es sehr!

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen ein offenes Ohr an diesem 11. Dezember.

10. Dezember – J

Der Buchstabe J ist als Anfangsbuchstabe des Vornamens bei den Autorinnen und Autoren, die sich in meinen Bücherregalen und Bücherstapeln befinden, außerordentlich beliebt. Kein Moment, wo ich nicht auf einen Vornamen stoße, der mit „J“ beginnt. Ich habe also eine große Auswahl und damit auch die Qual der Wahl. Gewonnen haben schließlich Johan, Jesse und Jorge und „gewinnen“ paßt thematisch sehr gut zu den Büchern dieser Autoren.

Beginnen möchte ich mich Johan Huizinga und seinem Buch „Homo Ludens“. Inwieweit gehört Spielen eigentlich zu unserem Leben und zu unserem Menschsein dazu? Das ist aus meiner Sicht eine spannende Frage. Ich glaube ja, daß man vieles leichter lernen kann, wenn man spielerische Elemente nutzt. Aber Johan Huizinga geht in seinem Buch weiter – sogar viel weiter. Johan Huizinga definiert das Spiel anhand von einigen wesentlichen Kritierien: der Freiwilligkeit, der festgesetzten Grenzen von Raum und Zeit, der freiwilligen Annahme bindender Regeln, der Tatsache, daß das Spiel das Ziel in sich selber hat, das Vorhandensein von Spannung und Freude und dem Bewußtsein, daß gerade etwas anderes stattfindet als das gewöhnliche Leben. Interessanterweise nennt Johan Huizinga auch den amerikanischen Wahlkampf – als nationalen Wettstreit zwischen zwei Spielmannschaften – als ein Beispiel für ein politisches Spiel. Paßt dieser Gedanke (den Johan Huizinga schon in den 1930er Jahren formulierte) nicht sehr gut auf das, was sich dieses Jahr in den USA „abgespielt“ hat? Ging es Donald Trump vielleicht mehr um das Spiel und um das Gewinnen des Spiels als um die Inhalte?

Das Thema „Spiel“ hat mich dieses Jahr in vielerlei Hinsicht beschäftigt. Deshalb habe ich auch das Buch von Jesse Schell „Die Kunst des Game Designs“ gekauft und (zumindest teilweise) gelesen. Es geht mir nicht darum, ein Online- oder Videospiel zu entwickeln. Viel spannender finde ich, daß dieses Buch einen interdisziplinären Blick auf die Frage wirft, was ein Spiel ausmacht, welche Arten von Spielen und Spielern es gibt und wie man ein Spiel entwickelt. Jesse Schell nimmt ganz bewußt unterschiedliche Perspektiven ein und stellt damit Fragen, die für jedes Spiel und jede spielerische Herangehensweise von Bedeutung sind. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie ich einzelne Gedanken in andere Bereiche integrieren kann. Mal sehen, ob beziehungsweise was aus diesen Gedanken wird.

Ich möchte diesen „verspielten“ Beitrag aber nicht ohne Jorge Bucay und seine wunderschöne Geschichte „Gesangswettbewerb“ aus dem Buch „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ beenden. Ich will nicht verraten, wovon die Geschichte handelt und wie sie ausgeht – aber überraschend ist das Wettbewerbsergebnis schon. Eine irritierende und doch irgendwie schöne Überraschung, die mich aber auch immer wieder nachdenklich macht.

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen einen nachdenklichen und auch spielerisch leichten 10. Dezember.

9. Dezember – I

Zugegeben, beim Buchstaben „I“ ist mir nicht sofort jemand eingefallen. Ich mußte ein bißchen überlegen und an meinen Büchern entlangstreifen, bevor mir Italo auffiel – Italo Calvino mit seinem Roman „Se una notte d’inverno un viaggiatore“ (deutsch „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“).

Was nach einem Roman über eine Reise klingt, ist eher eine „Lesereise“. Ein Leser hat ein Buch gekauft, eilt nach Hause, fängt an zu lesen und – gerade als es richtig spannend wird – stellt sich heraus, daß das Buch ein Fehldruck ist. Ab Seite 33 wiederholen sich die ersten Seiten immer wieder. Was nun? Der Leser eilt baldmöglichst in die Buchhandlung, um ein mangelfreies Exemplar zu bekommen. Aber auch das nächste Exemplar hat seine Tücken.

Italo Calvino tritt in einen persönlichen Dialog mit uns, den Lesern und spielt mit uns, unserer Neugier und unserer Liebe zum Lesen. Ein wirklich überraschendes Buch – ich habe es noch nicht ganz gelesen (das Lesen der Originalfassung dauert halt ein bißchen länger….) – aber jedesmal wenn ich denke, daß ich weiß, wie es weitergeht, passiert etwas völlig anderes. Selten fand ich ein Buch so überraschend und so lebendig. Wer mehr über das Buch von Italo Calvino wissen will, kann hier nachlesen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen einen vergnügten 9. Dezember mit vielen schönen Überraschungen!